Jeder Arbeitsprozess beginnt damit, eine Beziehung aufzubauen.
Das sind die Menschen, die auf uns zukommen, der Hintergrund und
das Umfeld einer Firmengeschichte oder eines Ortes, vermutete Abläufe
und gewünschte Nutzungen – sie alle spielen ihre Rolle.

aktuell

Stadt Neuenstein – Historische Stadtrundgänge

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Neuenstein begann 1996 mit einem Wegeleitsystem für das örtliche Schulzentrum. Sie bewährte sich über zwanzig Jahre in unterschiedlichen Gestaltungsaufgaben.
2010 erhielten wir die Beauftragung für die Gesamtkonzeption einer umfassenden Signaletik, die von den Stadteingängen bis in die Industriegebiete reicht.

das Wichtigste ...

Eine Vision für das neue Jahrtausend.

Neuenstein, zwischen der Residenzstadt Öhringen und der Würthstadt Schwäbisch Hall gelegen, machte sich 2000 auf den Weg einer grundlegenden Sanierung. Die Stadt wurde spürbar modern und behielt dennoch ihren eigenen Charme – eine Perle in der Hohenlohe.

‚Neue Wege im Mittelpunkt‘ grüßen seither an den Stadteingängen.

Bereits in der ersten Präsentation des neuen Wegeleitkonzeptes wurde die Idee von uns formuliert, auch für die fußläufige Erschließung ein attraktives Thema anzubieten. Dahinter stand die Absicht, die Aufenthaltsdauer der Besucher zu verlängern und für die Stadt ein besonderes Interesse zu wecken.

Mit dem örtlichen Geschichtsverein ergab sich eine kompetente Partnerschaft für alle Recherchen, Text- und Bildfindungen. Aus ursprünglich zwölf Stationen wurden schlussendlich siebenunddreißig. Wir entwickelten die Idee, zwei Wegeführungen unterschiedlicher Längen und Charaktere anzubieten.

Erster Startpunkt am Fußpunkt der Stadt ist selbstverständlich das Schloss. Ein Bau von erstaunlicher Größe mit einer Vielzahl zeitlicher Facetten, umfasst von einer märchenhaft schönen Gartenanlage. Leider mussten die Lage- und Übersichtspläne vom Schloss abgewandt und räumlich versetzt werden. Der zweite Startpunkt befindet sich in der neu strukturierten oberen Vorstadt.

Ein ‚kurzer Weg‘, gelb signalisiert, führt durch die Innenstadt, teils entlang der Stadtkante und hier in Sichtbeziehung zum ‚langen Weg‘, dem grünen. Dieser führt vom unteren Startpunkt nach außen, schleift um die Schlossanlage und findet seinen Übergang zum gelben wiederum am Ende der ‚Walk‘, dem heutigen Stadtpark.

Die Typologie der Schilder setzt sich aus nur drei und bewusst differierenden
Varianten zusammen:
- Stellagen für die Hauptgebäude, bodenständig gestellt
- Wandschilder für alle weiteren Gebäude, vorwiegend im innerstädtischen Bereich
- Winkerschilder als kleine Zwischenwegweiser signalisieren die Wegeführung
  zwischen den Stationen.

Bildgalerie Stadtleitsystem Neuenstein 2015

[Blickwinkel] - 50 Jahre Richard Drautz Stiftung

Dass ein Fest ‚ins Wasser fällt‘, kennt man. Dass es buchstäblich in der Sonne zerfließt, ist neu in unseren Breitengraden. Aufgrund unerträglicher Hitzerekorde im Sommer 2015 wurde die Jubiläumsfeier von Juli auf September verlegt. Und sie hatte alles, was ein schönes Fest haben sollte. Perfekte Organisation, engagierte Bewohner, ein lustiges Programm, Sonne und gute Laune.

das Wichtigste ...

Die Richard Drautz Stiftung betreibt in Heilbronn Böckingen seit 1975 eine Wohnanlage für Senioren. 1995 begannen wir mit Haus 2 unsere Arbeit. Die Konzeption und Entwicklung eines umfassenden Corporate Designs für alle Gebäude, Medien, Organisations- und Kommunikationsmittel. 2015 feierte die Stiftung ihr 50jähriges Gründungsjubläum. 2015 war zudem das Jahr, in dem vor 100 Jahren der Stiftungsgründer Richard Drautz seine Unternehmen gründete, in dem das erste Wohnhaus vor 40 Jahren eingeweiht wurde in dem unsere Zusammenarbeit 20 Jahre währt.

www.richard-drautz-stiftung.de

Max Schanz, Künstlerkarten – eine kleine Familiengeschichte

Durch eine Ausstellung wurden aufgrund lokaler Bezüge eine Vielzahl bislang unbekannter Bilder des Künstlers und Gestalters Max Schanz zusammen getragen. 1895 in Dresden geboren, Studium an der dortigen Kunstgewerbeschule, kam er 1920 als Lehrer nach Seiffen im Erzgebirge. Zusammen mit seinem Kollegen Prof. Alwin Seifert prägte er maßgebend die Gestaltung und Qualität der Holzspielwaren in seiner Zeit.

das Wichtigste ...

Aufgrund der Bilder dieser Ausstellung und der eigenen Sichtung des familiären Nachlasses entstand 2015 eine Edition, die sich mit dem Werk unseres Großvaters Max Schanz und seinen Beziehungen in der heimindustriellen Region des Erzgebirges beschäftigt.

Als erstes Medium wurde die Postkarte gewählt. Die Umsetzung der Aquarelle und Zeichnungen in diese Verkleinerung ist ein Beispiel, wie wir originale Vorlagen in ihrer künstlerischen Qualität und Materialhaftigkeit zeitaktuell transformieren, ohne die Authentizität zu verletzen.

Die Initiative entstand im Verbund unserer Familie.

www.max-schanz-kuenstlerkarten.de

Selbsthilfegruppen in Ostwürttemberg – eine Wanderausstellung

Der Weg war das Ziel.
Die Initiative ging von drei Sozialreferaten der Region aus.
Eine Wanderausstellung sollte entstehen und dazu Bilderrahmen einer örtlichen Sozialwerkstatt verwendet werden. Alles weitere – Form, Inhalte, Struktur und Umsetzung – waren offen und damit uns überlassen. Ebenso der Weg, einen Arbeitsprozess hierfür zu finden.

das Wichtigste ...

Auf der Grundlage einer Zeitungsreportage entwickelten wir das Konzept und ein Musterplakat. Die Frage war: Wie würden die unterschiedlichen VertreterInnen der Selbsthilfegruppen dieses Konzept verstehen, können sie den Vorschlag auf ihre individuell belastende Situation übertragen und damit umgehen?

Die Initialzündung ging von einer Person aus. Es entstand mit großem Mut das erste faktische Plakat: ‚Achterbahn der Gefühle‘.

Eine bewegende Geschichte für uns, mit den Einschränkungen und Empfindsamkeiten der betroffenen Menschen umzugehen und in eine prozessuale Gestaltungsarbeit einfließen zu lassen. Mit dem Ziel, dennoch erlebbar eine gemeinsame Ausstellung entstehen zu lassen.

AOK Baden-Württemberg
Ostalbkreis - Sozialreferat
Sozialamt Stadt Schw. Gmünd

Ausschnitte der Plakatserie – PDF-Link (6 MB)